Öffentliche Begehung am Bauwagenplatz

Am Montag Vormittag, fand eine öffentliche Besichtigung des abgesperrten Bauwagenplatzes statt. Eltern, Angehörige, Unterstützer und Presse und die Stadt Rheinbach waren anwesen.

Im folgenden die Ansprache des Vorsitzenden der Elterninitiative Waldkindergarten, David Chakrabarty im kompletten Wortlaut.

Dies ist tatsächlich die erste Ansprache die ich als Vorstand zu halten habe. Natürlich hätte ich mir einen schöneren Grund gewünscht.

Der Verlust der zwei Bauwagen hinter mir ist für uns eine echte Naturkatastrophe. Nur mit viel Anstrengung und Flexibilität können wir den Betrieb in dieser kalten Jahreszeit aufrechterhalten. Als Waldkindergarten ist man mehr als andere der Veränderung ausgesetzt. Viermal im Jahr stellen wir uns auf Jahreszeiten ein. Doch die Jahreszeiten kündigen sich an, dieser Raubzug der Flammen, kam unangekündigt und zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

Ich habe es verglichen mit einer 5-köpfigen Familie, die in einer 4-Zimmerwohnung lebt und von jetzt auf gleich in eine 2-Zimmerwohnung umziehen muss. Wie lange kann man das machen? Wie gut ist das wohl für die Entwicklung der Kinder in der Familie?

Wer sich dieses Szenario durch den Kopf gehen lässt, weiß wie es uns gerade geht und warum wir schnellstmöglich den Zustand vom Donnerstag den 15.11. wiederherstellen wollen. Das wird uns jedoch nur gemeinsam mit Hilfe aus der Bevölkerung gelingen.

Im Vorstand besprechen wir normalerweise, ob eine Fortbildung für die Mitarbeiter 300 oder 500 Euro kosten darf. Ob die neuen Regenzelte 140 oder 180 Euro kosten dürfen. Jetzt kommen Summen auf uns zu die wirklich weh tun. Gesamtschaden ungefähr 80.000 Euro. Das ist so respekteinflößend, dass wir rational gar nicht darüber nachdenken können. Es würde uns nur lähmen.

Zum Glück werden wir gerade von einer Welle der Solidarität aus der Bevölkerung getragen.  Sie hält uns über Wasser. Die vielen Spenden die schon eingegangen sind, werden auf Hilfreich sein. Ich kann leider nicht allen persönlich danken.

Herausnehmen möchte ich hier aber einige, die dafür sorgen wollen. dass aus der Solidaritätswelle ein Solidaritäts-Tsunami wird. Das könnte uns das dringend gebrauchte Weihnachtswunder bescheren

Der Georgsring, das Dr. DAWO-Heim, Daniel Seiler mit Tonys World of Gummibears und die Firma PROWIN, waren nach bekannt werden der Katastrophe genauso schnell mit Hilfe an Board wie die Feuerwehr am Brandherd.

Die Stadt Rheinbach wird tatkräftig anpacken. Die ansässigen Banken wollen helfen. Viele weitere Geschäfte bieten Unterstützung an. Einige haben oder wollen noch Spendendosen für uns aufstellen. Umliegende Kindergarten planen Aktionen. Ein Benefizkonzert soll stattfinden. Die Liste an Unterstützern ist also jetzt schon mal gut gefüllt. Und die vielen Kleinspender treiben uns die Tränen in die Augen. Viele Spaziergänger, die uns bisher wochentags im Wald begegnen, machen uns Mut und spenden Trost.

Die Erzieher, die Eltern und deren Angehörigen packen an wo es geht. Die Kinder unterstützen uns mit ihrer Gelassenheit. Sie gehen unaufgeregt hier ran. Sie wollen irgendwie damit zurechtkommen. Doch niemand will für seine eigenen Kinder, dass mit irgendetwas irgendwie gerade so mit etwas zurechtkommen müssen.

Wir vertrauen darauf, dass die 19 Kinder der Brombeerwichtel mit unser aller Anstrengungen, schnellstmöglich eine neue Behausung haben. Wir, der Waldkindergarten, freuen uns auf ihre Unterstützung.

Vielen, Vielen Dank.

 

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